Den 6 häufigsten Fitness-Mythen auf der Spur

In der Fitnesswelt treiben viele Mythen ihr Unwesen. Ständig hören wir, was wir tun sollen, welche Resultate wir erreichen können und was schlecht für uns ist. Mittlerweile gelten viele dieser Mythen als „wahr“. Wir nehmen 6 dieser Fitness-Irrtümer und Ansichten genauer unter die Lupe - sehen Sie selbst, wie wir Fakten von Fiktion trennen.

Wenn man sich vor dem Workout dehnt, kann man die Verletzungsgefahr senken- FALSCH

Ganz egal, wie intensiv Sie sich vor dem Sport dehnen – es gibt keine Garantie dafür, dass aufgrund dessen die Verletzungsgefahr reduziert wird. Untersuchungenzufolge ist es so, dass die Leistung durch bloßes statisches Dehnen alleine nicht verbessert werden kann. Generell hat es nämlich keine Vorteile (oder Nachteile) in Bezug auf das Workout oder auf das Vorbeugen von Verletzungen. Was vor dem Workout wirklich hilft, um währenddessen die Verletzungsgefahr zu reduzieren, sind dynamische Aufwärmübungen. Dabei ahmen Sie die Bewegungen des Trainings nach und das hat zur Folge, dass sich Sehnen und Muskeln entspannen, die Durchblutung angeregt und das Nervensystem aktiviert wird- so sind Sie bestens auf das Workout vorbereitet.


Wenn man nicht schwitzt, dann trainiert man nicht hart genug – FALSCH

Mit Schwitzen verteidigt sich der Körper gegen Hitze; so kann sich das System abkühlen. Es bedeutet also weder, dass wir ordentlich trainieren, noch, dass wir nicht genug trainieren. Wir schwitzen aus Millionen von Gründen- in der Sauna, beim Verspeisen von scharfen Gerichten oder in der heißen Sonne. Und dabei nehmen wir weder ab, noch bauen wir Muskeln auf.

Das Gleiche gilt für Top-Athleten und Olympiasieger: Diese könnten ein komplettes Workout ausführen und nicht einmal einen Tropfen Schweiß verlieren, obwohl sie mit Sicherheit ordentlich trainieren. Fazit: Schwitzen ist weder ein Zeichen dafür, dass man Kalorien verbrennt, noch, dass man Muskeln aufbaut.


Man kann essen, was man will, vorausgesetzt man trainiert hart genug- FALSCH

Nun, das wäre wünschenswert! Dabei hängt das zu 75% davon ab, was wir essen und zu 25% davon, wie wir uns bewegen. Training ist entscheidend für einen gesunden Lebensstil, aber wenn es ums Abnehmen (oder Gewicht halten) geht, dann kommen wir um eine gesunde Ernährung nicht herum.

Untersuchungen haben gezeigt, dass Fitness von der Kalorienaufnahme und von der Qualität der Kalorien abhängt. Man kann die 500 Kalorien eines transfett- und zuckerhaltigen Donuts nicht mit der gleichen Kalorienmenge von Obst, Gemüse oder gesunden Kohlenhydraten vergleichen.

In 700 Fällen von Gewichtsverlust wurde klar, dass Personen, die ohne Training abnahmen, bis zu 10kg in 15 Wochen verloren, während jene, die trainierten, lediglich bis zu 3 kg in 21 Wochen schafften. Man sollte aber auf jeden Fall gesunde Fette in die Ernährung mit einbeziehen, da fettfreie Diäten Leptin und Schilddrüsenhormone reduzieren, die die Fähigkeit des Körpers, Fett zu verbrennen, mindern.


Bauchfett lässt sich mit Bauchmuskelübungen reduzieren- FALSCH

Übungen können auf bestimmte Bereiche abzielen und Muskeln dort intensiver trainieren, das gesamte Körperfett wird dadurch allerdings nicht schmelzen. Wenn Sie sich dazu entschließen, Bauchmuskelübungen zu machen, dann können Sie Ihre Bauchmuskeln damit aufbauen und definieren. Generell abnehmen werden Sie an dieser Stelle wahrscheinlich nicht. Unser Körper funktioniert so, dass er an manchen Stellen Fett speichert und es mag mehr oder weniger Zeit in Anspruch nehmen, bis dieses Bauchfett verbrannt wird. Das kommt ganz darauf an, wie man gebaut ist.


Heiße Bäder können Muskelkater lindern- FALSCH

Eigentlich können das nur kalte Bäder. Während eines Workouts erhitzt sich der Körper und die Blutkörperchen erweitern sich. So haben Abfallstoffe wie Milchsäure genügend Platz um sich in den Muskeln festzusetzen. Um die Muskeln wieder zusammenzuziehen, ist es besser, in kaltem Wasser zu baden als in heißem.


Gewichtheben macht „fülliger“ und „schwerer“- FALSCH

Viele Frauen gehen Kraftübungen aus dem Weg, weil sie Angst haben, sie könnten dadurch einen „männlicheren“ Körper bekommen. Wenn Sie allerdings ein Ganzkörperworkout ausführen, welches sich auf die drei größten Muskelbewegungen konzentriert, dann regt das den Stoffwechsel selbst bis zu 39 Stunden nach dem Workout noch an. Gewichtheben kann für den Gewichtsverlust also von Vorteil sein und die Muskeln eher definieren als zu viel Muskelmasse aufzubauen. Männer bauen ohnedies schneller Muskeln auf, da sie 20 bis 30 Mal mehr Testosteron besitzen.

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